Projekt Reflow-Ofen: Demontage

So heute ist es so weit, nachdem ich jetzt ja im Besitz von zwei mini Pizzaöfen bin, wird es zwei diese umzubauen zu einem. Ein bisschen so wie bei Frankenstein: Aus mehreren mach einen 😉

Bild einer Schraube mit dreieckigen Kopf, daher extrem umständlich rauszuschrauben.
Die typische „China“-Schraube oder „Dreiecks“-Schraube

Das Problem vor allem war, das diese Öfen natürlich verschraubt sind und das natürlich mit diesen „Chinesen-Schrauben“, daher diese dreieckigen. Nachdem ich bei allen Bekannten war und deren Sonderbits angeguckt hatte (ich kenne mittlerweile alle arten von Bits), aber leider nicht den gesuchten gefunden habe und ich auch keine Lust hatte die ganzen Schrauben aus zu bohren, hab ich mir kurzerhand ein Set mit Sonderbits gekauft (im Internet oder Baumarkt schon für in etwa 10€ erhältlich). Natürlich geht es auch ohne Sonderbits:

Eine viel zulange Schraube wird benutzt um zwei kanapp 1mm dicke Blecke miteinander zu verschrauben.
Schraube zur Befestigung des Fußes.

Es hat sich nämlich herausgestellt: Die meisten „Dreieck“-Schrauben lassen sich auch mit einem 2.0 Sechskant-Bit herausschrauben, aber die anderen leider nicht, denn die haben nicht mal dieselbe Sorte benutzt, sondern anscheinend das, was gerade da war. Das belegen auch diese viel zu langen Schrauben, aber mit dem „Dreieck“-Bit geht es natürlich wunderbar 😉

Innenansicht des Ofens, es sind sehr straff verlegete Kabel zu erkennen welche vom Netzkabel zu den Schaltern und Heizelementen führen.
So sieht es innen rechts aus.

Nach dem Ich dann alle Schrauben hinten und unten (unter den Füßen, siehe Bild) entfernt habe, kam mir auch schon das Blech entgegen. So nun kann man dann auch endlich mal einen Blick auf die Mechanik und vor allem die Elektrik werfen, wie erwartet nichts Besonderes. Vor allem aber sind die Kabel alle sehr straff, sodass einige der Kabelschuhe sich schon von den Pins lösen. Insgesamt ist ganze Verkabelung nicht unbedingt die Beste, aber ich habe hier schon Schlimmeres gesehen …

Innenansicht des Ofens von der anderen Seite, man erkennt nun gut die Reihenschaltung der Heizelemte. Auch kann man hier die Feder für die Tür des Ofens erkennen.
Und so sieht es rechts aus.

Auch auf der anderen Seite sieht es nicht viel anders aus, hier kann man dann aber auch sehr gut die Schaltung der Heizelemente Erkennen: Jeweils die zwei Heizelemente oben und unten sind in Reihe geschaltet. Was anderes habe ich aber ehrlich gesagt nicht erwartet.

 

 

Es ist ein Haufen Bleche zu erkennen, rechts liegen die "Innereien", also Elektronik und Heizröhren.
Die Überbleibsel von Ofen 2

Der Ofen 2 war hingegen eine harte Nuss, das größte Problem an ihm war, dass er einfach aus Blech besteht, dass verschraubt und „verklemmt“ wurde, daher Nasen des einen Bleches hinter dem anderen Blech umgebogen wurden und erst dann das zweite Blech in Form gebracht wurde. Daher gestaltete sich das Zerlegen etwas schwieriger und es stellte sich heraus, dass Ofen 2 kein guter Kandidat für eine „Organspende“ ist.

Temperatursensor mit der Aufschrifft KSD301 145°C
Der Temperatursensor

Das Ergebnis der „Obduktion“ ist ein Haufen Blech(-Schrott), zwei Kabel, zwei Quarzröhren (eine hat sogar schon einen Sprung) und die Schalter. Ach ja ein Thermoelement war auch noch dabei, auch wenn es laut Aufschrift nur bis 145°C geht …

Naja mein Plan lautet jetzt für die weiteren Schritte:

  1. (Min.) eine Quarzröhre in Ofen 1 „implantieren“
  2. Ofen dämmen
  3. Steuerung bauen

Schritt eins folgt dann die Tage, für Schritt zwei muss ich mir noch Dämmstoff holen, daher mal die Ortsansässigen Handwerker abklappern, denn mir eine ganze Rolle Steinwolle zu holen wäre wohl zu viel des Guten 😉

2 Gedanken zu „Projekt Reflow-Ofen: Demontage

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